ASK TRUMAU
Ein Verein mit Tradition...
Der ASK Trumau feierte im Jahr 2007 seinen seinen 95. Geburtstag. Er ist daher einer der ältesten Fußballvereine in Niederösterreich. Selbst der NÖ Fußballverband wurde erst 1 Jahr vorher gegründet. Dementsprechend auch die bewegte und abwechslungsreiche Vereinsgeschichte, welche wir Ihnen in einer Zusammenfassung hier wiedergeben wollen.
Als Gründer des Vereins scheinen die Herren Johann Schöpke, Walter Bernhard, Josef Cerveny, Josef Steiner, Karl Breksch und Karl Bertl auf. Diese Männer und deren Sinnesfreunde erkannten sehr früh, dass in Trumau etwas für die körperliche Ertüchtigung und Freizeitgestaltung getan werden musste. So wurde in den Anfängen auf der sogenannten "Had" und ab 1924 auf der jetzigen Sportanlage gespielt, wobei das jetzige Spielfeld anders platziert war.
Erst im Zuge der Triestingregulierung 1937 wurde das Spielfeld so gestaltet, wie es sich noch heute befindet. Da sich das Spielfeld damals eher als "Acker" bezeichnen ließ, wurden Rasenziegel aufgebracht, welche unter enormem Arbeitsaufwand aus der Erde der heutigen Vogelsiedlung gestochen wurden. Es wurde vorübergehend auf der zweiten Anlage des damaligen Reichsbundes gespielt. Diese Anlage befand sich auf dem jetzigen Betriebsgelände der Fa. Hammerschmid.
Da aus dieser Zeit keine schriftlichen Aufzeichnungen vorhanden sind - lediglich eine Urkunde, aus der entnommen wurde, dass der ASK im Jahre 1937 Meister der 1. Klasse Provinz wurde - gibt es für die sportliche Entwicklung und die Erfolge keine weiteren Hinweise.
Erst nach Kriegsende - im Jahr 1946 - wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen und schriftliche Aufzeichnungen erst wieder ab dem Jahr 1953 geführt.
Den sportlichen Höhepunkt erreichte man in den Jahren zwischen 1951 - 1959, nachdem aus der untersten Klasse ein Aufstieg bis in die II. Liga gelang. Dort konnte man 1956 und 1958 den Meistertitel erringen, jedoch scheiterte man in den Qualifikationsspielen am Aufstieg in die Landesliga, an Berndorf und Admira-Raxwerke-Wr. Neustadt. Im Jahr 1955 wurde mit der Errichtung der jetzigen Umkleidekabine begonnen.
1960 wurden die Sanitäranlagen und 1963 der Kassenzubau fertig gestellt. Diese Investitionen waren nur möglich durch den freiwilligen Einsatz der Funktionäre und Spieler, da zur damaligen Zeit keine finanziellen Mittel vorhanden waren. In sportlicher Hinsicht gab es jedoch einige Rückschläge.
Im Zuge einer neuen Klasseneinteilung wurde der ASK von der II. Liga in die 1. Klasse zurückgesetzt, wo er im Jahre 1965 den Abstieg in die 2. Klasse antreten musste. Aber schon kurze Zeit später - in den Jahren 1967/68 - zeichnete sich ein erneuter Aufschwung ab.
Der Meisterschaftsgewinn der Reserve in der Saison 1966/67 kündigte bereits den Aufstieg im Jahr 1968 in die 1. Klasse Ost an. In diesem Aufstiegsjahr, und den darauf folgenden Jahren, wurden wieder zahlreiche Erneuerungen im Bereich der Sportanlage durchgeführt. Es wurde der Rasen saniert, ein Kantinenraum geschaffen, Barrieren und Fangnetze aufgestellt.
Im Jahr 1969 wurde die Sitzplatztribüne errichtet. Dies war natürlich nur mit dem finanziellen Beistand der Gemeinde, unter der Führung von Bgm. Johann Wedl, möglich.
1971 wurden neue Aktivitäten gesetzt und eine Damenmannschaft gegründet. Dies dürfte damals soviel Zeit und Kraft in Anspruch genommen haben, dass daraufhin, im Jahr 1972, die Kampfmannschaft wieder den Weg in den Keller, die 2. Klasse Ost-Mitte, antreten musste.
Am 4. August 1971 ereilte uns die Nachricht vom Ableben des seit 1949 die Geschicke des Vereins leitenden Obmannes, Herrn Josef Novy. Dies bedeutete einen schweren und schier unüberwindbaren Schlag, da sich in Folge in den Protokollbüchern Eintragungen über die ". . . Einstellung des Reservebetriebes . . ." und ". . . über Verwendung der vorhandenen Geldmittel im Falle der Vereinsauflösung . . ." befinden.
Aber auch diese Schwierigkeiten konnten aufgrund unermüdlichen Einsatzes einiger Funktionäre, an der Spitze Oskar Schlechta und Heinrich Haiden, gemeistert werden. Sie übernahmen die Vereinsführung und leisteten unermüdliche Aufbauarbeit, sodass der Verein im Jahr 1978 wieder Meister der 2. Klasse Ost-Mitte werden konnte. Durch ein bis heute nicht verständliches Urteil des Obersten Strafgremiums des Österreichischen Fußballbundes, wurde dem ASK der Titel wieder aberkannt.
Unter der Führung von Obmann Rudolf Marban konnte der Titel im Jahr 1982 wieder errungen werden. Auch der Fairnesspokal ging in diesem Jahr an den ASK. Ebenso konnte ein langjährig gehegter Wunsch in Erfüllung gehen.
Am 29. 5. 1982 wurde das Klubhaus mit Kantine eröffnet. In unzähligen Arbeitsstunden wurde von den freiwilligen Mitarbeitern eine Heimstätte geschaffen, die sich zum damaligen Zeitpunkt als wahre Augenweide darstellte. Leider wurde im Jahr darauf wieder der Abstieg besiegelt. In den nachfolgenden Jahren wurde in der 2. Klasse Ost-Mitte gespielt.
Im Jahre 1992 ist es dem damaligen Obmann, Andreas Pratschner, gelungen, ein Zeltfest zu organisieren. Dies war in den Anfängen natürlich mit viel Risiko und Einsatzfreude verbunden. Es ist aber der damaligen Vereinsführung gelungen, eine Veranstaltung zu organisieren die bis dato zu den "Must-Events" im Badener Bezirk zählt und sich noch heute größter Beliebtheit erfreut.
In sportlicher Hinsicht gelangen dem ASK in den darauf folgenden Jahren keine besonderen Höhepunkte. Es wurde erst wieder interessant, als der ASK einen Gruppenwechsel (2. Klasse Triestingtal) vornahm. Dieser Wechsel fruchtete schon im 2. Jahr und der ASK konnte in der Saison 1998/99 den Meistertitel erringen. In der heutigen Zeit können wir uns über eine Platzierung an der Tabellenspitze freuen, jedoch wird in Zukunft nach Höherem gestrebt. Ein Ziel währe, in der Gebietsliga mitzuspielen, ohne an den Abstieg zu denken.
Dieser kurze Rückblick auf vergangene Tage kann in keiner Weise darstellen, wie viel Idealismus und Engagement alle Funktionäre, Spieler und freien Mitarbeiter in dieser langen Zeit bewiesen haben, um einen Verein wie den ASK Trumau in guten und in schlechten Tagen uneigennützig zu verwalten und zu führen.
Wir wollen daher unseren Vorgängern, der Gemeinde Trumau, der ASKÖ, dem Land Niederösterreich, dem NÖFB, allen unseren Sponsoren und Gönnern sowie den Mitarbeitern des ASK einen herzlichen Dank aussprechen.
Wir können mit Stolz sagen, dass der Fußballklub ASK Trumau in seiner wechselvollen Geschichte, einen großen Beitrag zur körperlichen Ertüchtigung und zur Kameradschaft beigetragen hat. In der jetzigen Zeit ist es sehr wichtig, in unserer Gesellschaft eine gewisse "Kameradschaft" aufzubauen und dazu ist der Sport eine der besten Gelegenheiten. Für uns ist die Förderung des Breitensports ein Anliegen und jedermann ist herzlich eingeladen, aktiv beim Verein mitzuwirken, oder sich sportlich zu betätigen.
Mit sportlichen Grüßen
Jürgen Müller, Obmann
Die Präsidenten des ASK Trumau und die Vereinsführungen:
Vereinsgründer:
Johann Schöpke, Walter Bernhard, Josef Steiner, Karl Breksch, Karl Bertl, Josef Cerveny.
Präsidenten des ASK Trumau:
1956-1969 Franz Rychtar, 1960-1968 Fritz Kouba, 1968-1969 Fritz Tretzmüller, 1969-1972 Johann Wedl, 1972-1975 Fritz Kouba, 1975-1991 Johann Wedl, 1991-19997 Manfred Horvath, 1997-dato Gottfried Brix.
Obmänner:
1949-1971 Josef Novy, 1971-1980 Oskar Schlechta, 1980-1982 Rudolf Marban, 1982-1986 Manfred Leidl, 1986-1990 Manfred Horvath, 1990-1998 Andreas Pratschner, 1998-2000 Robert Bauer, 2000-2003 Walter Novy;
Seit 2003 Jürgen Müller
Kurzchronik
1912 Gründung des ASK Trumau
1936/37 Meister der 1.Klasse Provinz
1937 Eröffnung der neuen Sportanlage
1939 Meister der 2.Kreisklasse Süd
1951 Meister der 2.Klasse Süd B
1956 Meister der 1.Klasse Süd-Mitte
1956 Meister der 2.Liga Süsost
1958 Meister der 2.Liga Südost
1962 Abstieg Bezirkslasse Südost
1964 Abstieg 1.Klasse Südost
1965 Abstieg 2.Klasse Ost-Mitte
1968 Meister 2.Klasse Ost-Mitte
1972 Meister 2.Klasse Ost-Mitte (Titel aberkannt)
1982 Meister 2.Klasse Ost-Mitte
1999 Meister 2.Klasse Triestingtal
zur Zeit 1.Klasse Süd


